Rückblick Herbstsaison

Unterwegs am Greifenseelauf 2013
Unterwegs am Greifenseelauf 2013

Seit meinem letzten Bericht vom Jungfrau Marathon sind bereits wieder einige Wochen vergangen. Rückblickend möchte ich an dieser Stelle meine etwas verkorkste Herbstsaison zusammenfassen. Bereits die Vorzeichen für den Jungfrau Marathon standen unter einem etwas schlechten Stern und trotzdem wollte ich mein Programm wie geplant durchziehen.

 

Greifenseelauf 2013

Nach dem Jungfrau Marathon und nur einer Woche Pause startete ich am 21. September 2013 beim 34. Greifenseelauf über die Halbmarathondistanz. Dieser Wettkampf wurde im Rahmen der Halbmarathon Schweizermeisterschaft, wo ich meinen Podestrang aus dem Vorjahr unbedingt verteidigen wollte, ausgetragen. Nach der Hälfte der Distanz musste ich jedoch einsehen, dass meine Beine nicht so laufen wollten, wie dies mein Kopf vorgesehen hatte. Auf der zweiten Streckenhälfte verlor ich nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch Rang um Rang. Schlussendlich musste ich mich mit einer Zeit von 1:10:31 begnügen, was in der Kategorie den 7. Schlussrang bedeutete.

 

 

Tour de Tirol 2013

Die diesjährige Tour de Tirol wurde vom  4.-6. Oktober 2013 ausgetragen. Wie in den vergangenen Jahren folgte am Freitag der Startschuss zur Tour mit einem 10 km Lauf über drei Runden rund um den Veranstaltungsort Söll im Tirol. Als Tour Sieger des vergangenen Jahres hatte ich mir für die Tour viel vorgenommen, doch schon beim 10 km Lauf bekundete ich Mühe das hohe Tempo der Schnellsten mitzuhalten. So musste ich mich am Ende mit Rang 5 und mit über zwei Minuten Rückstand auf den Sieger begnügen. Am Samstag erfolgte der Startschuss zum Kaisermarathon welcher von Söll zur Hohen Salve führte. Dabei konnte ich bis zur Halbmarathondistanz in der Spitzengruppe mithalten. Doch beim ersten längeren Anstieg von Ellmau hinauf zum Hartkaiser verliessen mich die Kräfte und aus dem Wettkampf wurde für mich eine nicht enden wollende Wanderung… Mit zunehmender Dauer des Wettkampfes zogen auch noch starke Nebelbänke auf, welche die Strapazen zusätzlich verstärkten. Dies bewegte den Veranstalter schlussendlich auch dazu, die Strecke vor dem berühmt berüchtigten Schlussanstieg zu beenden. Doch diese Massnahme galt nur für den hinteren Teil des Feldes, so musste ich mich doch noch durch den dichten Nebel hinauf zum Ziel quälen. Dass ich jedoch rund eine halbe Stunde auf meinen Streckenrekord aus dem Vorjahr einbüsste, war sicherlich nicht nur auf Grund des schlechten Wetters. Immerhin konnte ich im Ziel die Tafel mit allen bisherigen Siegern betrachten, welche beim Anblick meines Namens wieder ein Lächeln in mein Gesicht zauberte. Gewonnen wurde der Bergklassiker vom sympathischen Italiener Gerd Frick. Als 8. büsste ich mehr als eine Viertelstunde auf ihn ein. Den Abschluss der Tour de Tirol bildete am Sonntag ein Halbmarathon über sieben Runden im Dorf Söll. Es war das erwartete Rennen gegen den sogenannten „inneren Schweinehund“. Die Beine brannten schon vom ersten Meter an und meine Devise lautete nur, schnellstmöglich und ohne grosse Schmerzen die Ziellinie zu erreichen. In der Gesamtwertung konnte ich mich um zwei Positionen auf den fünften Schlussrang verbessern, dies tröstete jedoch nicht über eine verpatzte Tour de Tirol, insbesondere über den missglückten Kaisermarathon hinweg.